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Qualitätskontrolle per HPLC: So kann man Cissus-Präparate prüfen
Eine thailändische Arbeit zeigt, wie sich ein traditionelles Cissus-Mischpräparat über konkrete Leitsubstanzen analysieren lässt. Ein Gegenentwurf zur Ketosteroid-Messung per Ether-Auszug.
Veröffentlicht am 25. Oktober 2026
Samee W, Eiamart W, Tadtong S, Chittasupho C. Simultaneous Determination of Stilbenes, Flavones, Coumestans, Anthraquinones, and Chalcones in Ethanolic Extract of Pet-Sang-Kard Mixed Herbal Remedy Using HPLC-PDA Analysis. Molecules 2025; 30(2): 222.
Unser Fazit: Zeigt, dass eine gezielte, validierte Messung von Leitsubstanzen in Cissus-Präparaten machbar ist. Bei Ketosteroid-Angaben auf Etiketten fehlt genau das.
Worum es geht
„Pet-Sang-Kard“ ist ein traditionelles thailändisches Mittel gegen Hämorrhoiden. Es besteht zur Hälfte aus Cissus-quadrangularis-Stängeln, dazu Eclipta, Rhabarber und Fingerwurz. Die Forschenden entwickelten eine HPLC-Methode, die 13 Leitsubstanzen gleichzeitig misst, und prüften damit zehn Handelsproben.
Ergebnisse
- Die Methode erfüllte die üblichen Validierungskriterien (Linearität, Präzision, Wiederfindung).
- Für Cissus diente Quercitrin als Leitsubstanz. Die zehn Proben enthielten zwischen 169 und 203 µg/g, lagen also recht nah beieinander.
- Größere Unterschiede gab es bei den Rhabarber-Stoffen, je nach verwendeter Rhabarber-Art.
Warum wir das berichten
Die Arbeit zeigt, wie Qualitätskontrolle bei Pflanzenpräparaten aussehen kann: konkrete Stoffe, validierte Methode, nachvollziehbare Zahlen. Bei den „40 % Ketosteroiden“ auf vielen Cissus-Etiketten ist meist nichts davon bekannt (Jadhav 2016).
Für dich heißt das: Nenn ein Hersteller eine konkrete Prüfmethode wie HPLC, ist das ein gutes Zeichen für ernsthafte Qualitätskontrolle.