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Handgelenksbruch: Cissus-Boswellia-Kombination in Studie mit 50 Patienten

Eine indische Studie berichtet schnellere Heilung von Speichenbrüchen mit einer Kombination aus Cissus und Weihrauch-Extrakt. Die Studie war allerdings nicht verblindet.

Veröffentlicht am 25. Oktober 2026

Randomisierte Studie Knochen Erschienen: März 2026

Mungara AVVP, Shaik NR, M CK, Sureja VP. CL16019, a combination of Cissus quadrangularis and Boswellia serrata extracts promotes the healing of distal radius fractures: a multicentric, randomized, open-label study. Journal of Integrative and Complementary Medicine 2026; 32(10): 808–820.

Unser Fazit: Interessantes Signal aus einer randomisierten Studie am Menschen. Offenes Design, Kombinationspräparat und Herstellernähe begrenzen die Aussagekraft.

Die Studie

An drei orthopädischen Zentren in Indien wurden 50 Erwachsene zwischen 30 und 50 Jahren mit einem Bruch der Speiche nahe dem Handgelenk (distale Radiusfraktur) zufällig auf zwei Gruppen verteilt:

  • Standardbehandlung allein,
  • Standardbehandlung plus CL16019, eine Kombination aus Cissus-quadrangularis- und Boswellia-serrata-Extrakt (Weihrauch), über 60 Tage.

Die Studie ist im indischen Studienregister eingetragen (CTRI/2021/12/039006).

Ergebnisse laut Zusammenfassung

  • Der Röntgen-Heilungswert (RUSS) lag nach der Behandlung in der CL16019-Gruppe bei 7,96 gegenüber 5,54 in der Standardgruppe (p < 0,0001).
  • Schmerz, Schwellung, Druckempfindlichkeit und ein Handgelenk-Fragebogen verbesserten sich in der CL16019-Gruppe stärker.

Unsere Einordnung

  • Offenes Design: Patienten und Behandelnde wussten, wer das Präparat bekam. Gerade bei Schmerz und subjektiver Bewertung kann das Ergebnisse verzerren.
  • Kombination: Welchen Anteil Cissus und welchen Boswellia hat, lässt sich nicht trennen.
  • Herstellernähe: Ein Autor ist bei einem Unternehmen beschäftigt, das solche Pflanzenpräparate entwickelt. Angaben zu Finanzierung und Interessenkonflikten konnten wir im frei zugänglichen Teil nicht prüfen.
  • Statistik: Laut Zusammenfassung wurden die zwei unabhängigen Gruppen mit einem gepaarten t-Test verglichen. Das ist ungewöhnlich und sollte im Volltext geprüft werden.
  • Keine Dosisangabe im frei zugänglichen Teil.

Trotzdem: Es ist eine der wenigen randomisierten Studien zu Knochenbrüchen an Gliedmaßen statt am Kiefer. Wir behalten das Präparat im Blick.

Ein Knochenbruch gehört in ärztliche Behandlung. Ergänzungsmittel sind kein Ersatz für Ruhigstellung, Operation oder Physiotherapie.

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