News · Übersichtsarbeit
Erste Meta-Analyse: Cissus und Knochenmarker beim Menschen
Eine thailändische Arbeitsgruppe hat erstmals alle Humanstudien zu Cissus und Knochen-Blutwerten systematisch zusammengefasst. Das Ergebnis: positive Tendenzen, aber eine schwache Datenbasis.
Veröffentlicht am 25. Oktober 2026
Na Takuathung M, Aisara J, Sawong S et al. The effects of Cissus quadrangularis on bone-related biomarkers in humans: a systematic review and meta-analysis. BMC Complementary Medicine and Therapies 2025; 25: 286.
Unser Fazit: Wichtiger Schritt, weil erstmals nur Humanstudien gebündelt werden. Für eine Wirkaussage sind die eingeschlossenen Studien aber zu klein und zu unterschiedlich.
Worum es geht
Bisher stützte sich der Ruf von Cissus als „Knochenpflanze“ vor allem auf Tierversuche. Diese systematische Übersicht mit Meta-Analyse betrachtet ausschließlich Studien am Menschen und fasst zusammen, wie sich Cissus auf Blutwerte des Knochenstoffwechsels auswirkt, etwa Osteocalcin, alkalische Phosphatase und Kalzium.
Was berichtet wird
Die Autorinnen und Autoren sehen über mehrere Studien hinweg positive Tendenzen bei den Knochenmarkern und diskutieren einen möglichen Dosis-Effekt. Gleichzeitig betonen sie, dass sich die eingeschlossenen Studien in Design und Qualität stark unterscheiden und dass größere, sauber kontrollierte Studien nötig sind.
Unsere Einordnung
- Knochenmarker sind nicht gleich Knochen. Ein veränderter Blutwert zeigt, dass sich am Knochenstoffwechsel etwas tut. Ob Knochen dadurch dichter oder Brüche schneller fest werden, ist eine andere Frage.
- Kleine Ausgangsstudien. Viele der bekannten Humanstudien zu Cissus und Knochen haben wenige Dutzend Teilnehmende, oft nach Kieferbrüchen in Indien.
- Noch offen: Wir haben bisher die Zusammenfassung und Sekundärquellen ausgewertet, nicht den Volltext. Die genauen Zahlen zu Studienanzahl und gepoolten Effekten tragen wir nach, sobald wir den Volltext gelesen haben.
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