News · Neue Studie
Arthrose bei Ratten: Cissus-Extrakt schützt Knorpel im Tiermodell
Eine koreanische Studie zeigt an Ratten mit künstlich ausgelöster Kniearthrose weniger Knorpelschäden und Entzündung. Für Menschen bleibt die Frage offen.
Veröffentlicht am 25. Oktober 2026
Choi YJ, Jung JI, Bae J, Lee JK, Kim EJ. Evaluation of the anti-osteoarthritic effects and mechanisms of Cissus quadrangularis extract containing quercetin and isorhamnetin in a rat model of monosodium iodoacetate-induced osteoarthritis. Food & Nutrition Research 2025; 69.
Unser Fazit: Plausible Tierdaten zum Gelenkschutz. Eine placebokontrollierte Studie an Menschen mit Arthrose fehlt weiterhin.
Die Studie
Ratten bekamen eine Substanz ins Knie gespritzt, die eine Arthrose auslöst (Monoiodacetat-Modell). Anschließend erhielten sie täglich 30, 50 oder 100 mg/kg eines Cissus-Extrakts, der über die Flavonoide Quercetin und Isorhamnetin charakterisiert war.
Ergebnisse
- Weniger Schäden an Gelenk und darunterliegendem Knochen.
- Besser erhaltener Knorpel (Proteoglykane, Kollagen Typ II, Aggrecan).
- Weniger Entzündungsbotenstoffe (u. a. COX-2, 5-LOX, IL-1β, TNF-α) und knorpelabbauende Enzyme (MMPs).
Die Befunde passen zu den Laborstudien zu Entzündungsenzymen (Bhujade 2012).
Unsere Einordnung
- Tiermodell. Eine chemisch ausgelöste Arthrose bei jungen Ratten ist nicht dasselbe wie eine über Jahre entstandene Arthrose beim Menschen.
- Herstellernähe: Zwei Autoren arbeiten bei einem Unternehmen, das Pflanzenextrakte vermarktet.
- Trend zur Standardisierung auf Flavonoide statt auf Ketosteroide, wie auch bei CQR-300.
Zur Gesamtlage bei Gelenkbeschwerden: Cissus und Gelenke.