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Das Genom von Cissus quadrangularis ist entschlüsselt
Chinesische Forschende haben das Erbgut der Pflanze sequenziert und zeigen, wie sie extreme Trockenheit übersteht.
Veröffentlicht am 25. Oktober 2026
Li Q et al. The Cissus quadrangularis genome reveals its adaptive features in an arid habitat. Horticulture Research 2024; 11: uhae038.
Unser Fazit: Keine Gesundheitsstudie, aber eine wichtige Grundlage: Wer die Gene kennt, kann künftig gezielt nach den Stoffwechselwegen der Inhaltsstoffe suchen.
Was herausgefunden wurde
- Das Genom ist rund 679 Millionen Basenpaare groß und enthält etwa 51.900 Gene. Fast die Hälfte besteht aus sich wiederholenden Abschnitten.
- Die Pflanze ist polyploid, hat also mehrere Chromosomensätze. Ein Teilgenom dominiert und ist bei Trockenheit besonders aktiv.
- Stängel und Blätter zeigen einen ausgeprägten Tag-Nacht-Rhythmus der Genaktivität, passend zur CAM-Photosynthese: Die Pflanze öffnet ihre Spaltöffnungen nachts, um Wasser zu sparen. Das kennt man sonst von Kakteen.
Warum das für Cissus-Nutzer interessant ist
Die Genomdaten erleichtern es, die Biosynthese von Inhaltsstoffen wie Stilbenen (Resveratrol, Quadrangularine) oder Triterpenen zu untersuchen. Langfristig könnte das helfen, herauszufinden, welche Stoffe tatsächlich wirken, und Extrakte danach zu standardisieren statt nach schlecht definierten „Ketosteroiden“.
Mehr zur Pflanze: Cissus quadrangularis im Porträt.